Anzeige
Themenwelten Bergedorf
Senioren, die nicht länger in den heimischen vier Wänden wohnen wollen oder können, müssen sich nach einer Alternative umsehen. Welche Möglichkeiten haben sie?

Wenn es zu Hause nicht mehr geht: Seniorenwohnanlagen & Senioren-WGs in Hamburg

Gemeinsame Aktivitäten und soziales Miteinander: Viele ältere Menschen schätzen das Angebot, das ihnen eine Senioreneinrichtung bietet Foto: Adobe Stock

Das Treppensteigen fällt zunehmend schwerer, in die Badewanne geht es auch nur noch mühsam und die Gartenarbeit ist jedes Mal eine körperliche Herausforderung: Viele Menschen kommen irgendwann im Alter an den Punkt, wo sie sich ernsthaft die Frage stellen, ob sie nicht besser zu Hause ausziehen. Wenn man alleine wohnt und keine Kinder da sind, die einen unterstützen könnten, fällt die Entscheidung in der Regel leichter. Überwiegt dennoch der Wunsch, noch ein paar Jahre in der vertrauten Umgebung verbringen zu wollen, ist zu bedenken, dass die Wohnung oder das Haus auf jeden Fall den körperlichen Einschränkungen, die das Alter mit sich bringt, angepasst werden müsste. 

Rosenhof Seniorenwohnanlagen

Wer das nicht will und sich entschließt, sein Heim aufzugeben, hat grundsätzlich eine ganze Reihe von Möglichkeiten, denen allerdings durch die persönlichen Bedürfnisse und dem eigenen finanziellen Spielraum Grenzen gesetzt sind. Zu berücksichtigen ist auch, dass vielleicht in (naher) Zukunft Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden müssen.

Klassiker Seniorenwohnheim

Als der Klassiker bietet sich für ältere Menschen die Seniorenwohnanlage an. Wer anspruchsvoll ist und das nötige Geld hat, mag sich in einer sogenannten Residenz durchaus zu Hause fühlen, denn dort kann er in etwa so leben, wie er es vom Hotelurlaub her kennt. Wer sich das nicht leisten kann oder will, dürfte aber auch mit einem „normalen“ Seniorenwohnheim zufrieden sein. Senioren, die dort einziehen, kommen in der Regel mit den alltäglichen Aufgaben noch recht gut alleine zurecht. Doch gibt es unterstützende Leistungen wie Verpflegung und Wohnungsreinigung.

Eine wichtige Rolle spielen in einem Seniorenwohnheim das gesellschaftliche Leben und das soziale Miteinander. Ein gutes Haus ermöglicht ein harmonisches Verhältnis der Bewohner untereinander und zwischen diesen und den Betreuern. Da viele Bewohner im Laufe der Zeit jedoch mehr und mehr Hilfe benötigen, verfügen moderne Wohnheime häufig auch über einen Pflegebereich.

Ein zunehmend genutztes Angebot für den Lebensabend ist das Servicewohnen. Es erlaubt selbstständigen Senioren, in einer altersgerecht ausgestatteten Mietwohnung verschiedene Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen. Zum Teil sind das Grund- oder Standardleistungen, für die auf die Miete ein Betreuungszuschlag erhoben wird, unabhängig davon, ob man die Angebote auch nutzt. Darüber hinaus können extra zu bezahlende Wahlleistungen wie etwa Mahlzeiten, die Wohnungsreinigung oder organisierte Ausflüge hinzugebucht werden. Aber auch außerhalb der Servicewohnanlagen gibt es Seniorenwohnungen. Sie befinden sich häufig im Erdgeschoss, sind altersgerecht ausgestattet und haben Geschäfte, Apotheken und Arztpraxen ganz in der Nähe.

WGs für Pflegebedürftige

Seit einigen Jahren können Senioren in Hamburg auch in Wohn-Pflege-Gemeinschaften leben. Solche WGs bieten sich etwa an, wenn die Angehörigen selbst mit Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes einen älteren Menschen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen nicht mehr ausreichend versorgen können, dieser aber weiter mit anderen zusammenwohnen möchte. In einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft leben 10 bis 12 pflegebedürftige Menschen gemeinsam in einem Haus oder einer Wohnung - ähnlich wie eine Familie. Betreut von festen Pflegeteams, gestalten sie zusammen ihren Wohnalltag. Doch hat jedes WG-Mitglied jederzeit die Möglichkeit, sich in sein eigenes Zimmer zurückzuziehen.

Mehr Infos zum Wohnen im Alter finden sich auf pflege-wgs-hamburg.de und lsb-hamburg.de mh

Weitere Artikel