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Warum Honig aus Lokstedt besonders lecker schmeckt

Lokstedter "herr biene"-Honigpralinen: Von Bienen und Männern

Hobby-Imker Ingo Ketelsen mit dem „Smoker“ und seinem interessierten Neffen Hannes (7) Fotos: cc

Dass in einer Parzelle des Kleingartenvereins Eimsbüttel in der Stresemannallee in Lokstedt im Sommer bis zu 200.000 Honigbienen leben, ist wohl den wenigsten bekannt. Hier entsteht ein Teil des jährlich gewonnenen Lokstedter Honigs und das in bester Lage.
 

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„Das Gute am Honig hier ist, dass es viele Linden im Umkreis gibt und die Pflanzen- und Blütenwelt sehr vielseitig ist“, erklärt Ingo Ketelsen, seit fünf Jahren Hobby-Imker. „Neben Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pfirsichbäumen wachsen hier jede Menge verschiedene Sträucher und Blumen. Das macht den Honig im Geschmack interessant“, so der 48-Jährige.

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Einmal Imker, immer Imker

Nach einer Arte-Doku über einen Imker, der unter anderem auf dem Pariser Grand Palais Bienen hält und Honig macht, meldete sich Ketelsen umgehend zu einem Kursus im Imkerverein Rechtes Alsterufer in Hamburg und anschließend gleich als neues Mitglied an. „Die Mitgliedschaft ist erforderlich“, so der Bienenfreund: „erstens wegen der Versicherung (ein Bienenvolk kostet etwa 180 Euro) und zweitens wegen der gegenseitigen Unterstützung der Imker untereinander.“ Egal, ob Material ausgeliehen werden muss oder eine Urlaubsvertretung gesucht wird, auf dem schwarzen Brett des Vereins finden die Hobby-Imker Hilfe und Unterstützung.

Dort hat Ketelsen auch seinen Kompagnon Benedikt Blumhagen kennengelernt. Gemeinsam fachsimpeln die beiden zum Beispiel über die Blütezeit von Linden und kümmern sich um ihre aktuell etwa 20 Völker. Und das sei auch eine der Triebfedern für dieses Hobby: „Wenn man imkert, nimmt man die Natur ganz anders wahr. Man lebt viel mehr mit der Natur im Einklang“, begeistert sich Ketelsen.

2018 haben die beiden das Start-up „herr biene“ gegründet und verkaufen dort sowohl Honig und verschiedene Artikel rund um die Biene als auch in Deutschlands einzigartig Honig-Pralinen. „Ich esse zum Frühstück Honig und nachmittags nasche ich gern etwas. Da kam ich auf die Idee, den für den menschlichen Körper besser verwertbaren Honig zu einer besonderen Nascherei zu verarbeiten. So entstanden die Honig-Pralinen“, erzählt Hobby-Imker Ketelsen. Inzwischen werden die Produkte aber nicht nur online, sondern auch in vielen Läden in Hamburg verkauft.

Aktuell stehen vier Beuten im Eimsbütteler Kleingartenverein. Weitere Bienenhäuser hat „herr biene“ in Eppendorf. Dass er in absehbarer Zeit sein Hobby ändert, steht für den Betriebswirt übrigens nicht zur Debatte. „Wie sagt man bei uns so schön? Einmal Imker, immer Imker“ lächelt er: „Das könnte auch auf mich zutreffen.“ cc

Honig trifft Schokolade!

Von Bienen und Männern Image 2


Ungewöhnlich an dieser Praline ist, dass die industriezuckerfreie Füllung nur aus cremigem, leicht herbem Lindenblütenhonig besteht. Diese Sorte wurde mit natürlichem Minzöl verfeinert. Diese Kombination ist nicht nur einzigartig, sondern auch unglaublich lecker. Die Pralinen werden regional in einer Pralinenmanufaktur in Handarbeit hergestellt. Die nachhaltige Verpackung ist plastikfrei und aus Graspapier Karton. » www.herrbiene.de/shop


Wissen rund um die Biene

Wer Imker in Lokstedt werden will, wendet sich am besten an den Imkerverein Hamburg, Rechtes Alsterufer. (www.imkerverein-rechtes-alsterufer.de)

Wer einen Schwarm entdeckt…

… ruft die Polizei an! Das ist nicht übertrieben, denn manchmal büxen die Bienenkönigin und ihr Schwarm aus. Dann sind im Sommer etwa 40.000 Bienen auf einmal unterwegs. Sogenannte „Schwarmfänger“ kennen sich aus und kümmern sich darum, dass die Ausreißer wieder zurückfinden.

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