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Plakatwerkstatt mit offenen Angeboten für Mädchen: Selbstgemachte, langlebige und schöne Kreationen

In Dagmar Grabberts Plakatwerkstatt in Hamburg-Lokstedt wird handwerklich gearbeitet

Dagmar Grabbert leitet mit großem Engagement seit über zehn Jahren die Plakatwerkstatt

Von Schachteln und Schmuckdosen, über Klemmbretter und Fotoalben bis hin zu Mappen und Stiftekästen – in der Plakatwerkstatt können all diese Dinge aus Papier und Pappe unter fachkundiger Anleitung selbst hergestellt werden. Zur offenen Werkstatt sind dabei ausschließlich Mädchen willkommen.
 

Während das eine Mädchen mit der großen Pappschere die dicke Pappe millimetergenau zuschneidet, verteilt das andere auf mehreren Werkstücken Leim. Zur farblichen Gestaltung fällt die Wahl auf eins der selbstgemachten Buntpapiere schwer und spätestens beim Ecken-Einwickeln benötigen dann alle Anfängerinnen Hilfe. Fünf Mädchen werkeln an diesem Nachmittag in der Plakatwerkstatt als Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit, die sich im Grünen am Rande der Kleingartenanlage am Veilchenstieg befindet. Dazu kommen zwei Anleiterinnen sowie Koordinatorin Dagmar Grabbert. „Wir möchten eine möglichst individuelle Betreuung anbieten, um den Kids dieses tolle Handwerk beizubringen“, meint die Diplom-Pädagogin, die seit über zehn Jahren mit großem Engagement dabei ist. „In kurzer Zeit können die Mädchen hier etwas Langlebiges schaffen – ein hochwertiges Teil, das einen praktischen Zweck erfüllt.“ Und natürlich sind die Schachteln und Co., die man sogar mit einem Namen prägen kann, auch als persönliches Geschenk ideal: Die zehnjährige Johanna hat damit schon einigen Verwandten eine Freude gemacht. „Am meisten Spaß macht mir hier aber das Selbermachen, und dass ich immer etwas Schönes mit nach Hause nehme“, die Zehnjährige, die genau wie die anderen Teilnehmerinnen richtig stolz auf ihre eigenen Werkstücke ist.

Die zehnjährige Johanna ist konzentriert bei der Arbeit. Die Ergebnisse der handwerklichen Arbeit mit Papier und Pappe können sich sehen lassen Fotos: kh
Die zehnjährige Johanna ist konzentriert bei der Arbeit. Die Ergebnisse der handwerklichen Arbeit mit Papier und Pappe können sich sehen lassen Fotos: kh

 
Und genau darum geht es in der Plakatwerkstatt, die Mädchen ab acht Jahren jeden Dienstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr ohne Anmeldung offen steht. Zusätzlich gibt es Kooperationen mit Schulen, es finden Girls Nights und Familiensonntage statt und auch Kindergeburtstage werden hier gefeiert. „Neben dem Erfolgserlebnis nehmen die Kinder noch viel mehr mit“, sagt die Leiterin. Positiv wirke sich die Arbeit mit den Bereichen Buntpapierherstellung, Buchbinden, Kartonage und Buchdruck auf die Motorik, Ausdauer, Teamfähigkeit und Kreativität aus. In einer schnelllebigen Zeit, die vom Smartphone bestimmt wird, ist das traditionelle, fast schon nostalgische Handwerk zudem für viele eine willkommene Abwechslung. Grabbert: „Solange wir Tageslicht haben, kommen wir sogar ganz altmodisch noch ohne Strom aus .“ kh

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