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Im Esther-Bejarano-Haus wird studiert und musiziert

Da steckt Musik drin: Esther-Bejarano-Haus des Studierendenwerks Hamburg für Musiker*innen

Im Übungsraum: Studentin Sara Amelie Müller Foto: mf / Grafik: gettyImages

Aus einem Übungsraum erklingt Klaviermusik, im Gemeinschaftsraum steht ein Flügel für Konzerte bereit und im Foodsharing-Raum findet sich neben Lebensmittel auch ein Metronom. Im Studierendenwohnheim Esther-Bejarano-Haus im Grandweg ist alles auf zukünftige Musiker/-innen ausgerichtet.

„Am Samstag hatten wir gerade einen Musikabend hier im Saal“, erzählt Studentin Sara Amelie Müller. „Einer unserer Bewohner, der klassische Gitarre studiert, hat eigene Lieder gespielt, außerdem ist eine Band aufgetreten. Sogar Nachbarn haben sich ans Klavier getraut und gesungen.“ Alle zwei bis drei Monate finden neben vielen spontanen solche größeren Konzerte statt. Auch die Nachbarn werden häufig dazu eingeladen.

24 Übungsräume

Die 20-Jährige ist Tutorin und Haussprecherin des Wohnheimes, in dem 124 Studierende aus vielen verschiedenen Nationen kommen, darunter Syrien, China, Iran, Türkei, Ukraine, Indien und Taiwan. Das frisch renovierte und jüngst nach der Holocaust-Überlebenden und Musikerin Esther Bejarano umbenannte Haus ist mit seinen 24 Übungsräumen insbesondere auf Musikstudierende ausgerichtet. Angehende Schlagzeuger erhalten eigene Räume, da ständige Umzüge für ihr Instrument zu aufwändig wären. „Und Studierende mit hohen Ansprüchen setzen sich lieber an die Klaviere in der Hochschule. Aber für Geigen zum Beispiel sind die Räume toll“, findet Sara Amelie Müller.

Im Wohnheim finden auch Studierende anderer Fachrichtungen einen Platz: „Ich studiere Sonderpädagogik und spiele gar kein Instrument. Ein Mitbewohner hat mich aber ein bisschen ins Klavierspielen eingeführt. Und wo, wenn nicht hier, wäre die Gelegenheit, es zu lernen?“, fragt Sara Amelie Müller und schlägt im Übungsraum ein paar Takte an. mf

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