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Wert des Wassers ist das Motto des Weltaktionstages in der Wasserdekade der Vereinten Nationen in diesem Jahr

Bewusstsein schaffen fürs Wasser als Lebensgrundlage

Sauberes Wasser ist ein hohes Gut, ein wichtiges Lebensmittel. Wie unverzichtbar reines und klares Wasser ist, daran will in diesem Jahr der Weltwassertag der Vereinten Nationen die Menschen erinnern Foto: pixabay

Jährlich wird am 22. März der Weltwassertag der Vereinten Nationen begangen. Für 2021 wurde das Motto „Valuing Water“: „Wert des Wassers“ vereinbart. Mit diesem Motto wollen die Vereinten Nationen die Menschen dazu aufrufen, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinen Wert zu machen. Dies geht weit über den finanziellen Gesichtspunkt hinaus und umfasst auch den ökologischen, sozialen sowie kulturellen Wert von Wasser.

Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein unverzichtbares Gut. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel, sich ändernder Konsummuster und dem Bevölkerungswachstum sollen die Menschen sich mehr Klarheit über die Rolle und Bedeutung des Wassers in ihrem Leben und für die Umwelt verschaffen. Wasser ist eine begrenzte Ressource, deren Wert es zunächst zu erkennen gilt, um es schätzen und schützen zu können, um weltweit die Bedeutung und den Wert des Wassers hervorzuheben. 

Wasserdekade der Vereinten Nationen

In der 66. Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN; United Nations – UN) wurde im Dezember 2016 die Ausrufung der VN-Wasserdekade vom 22. März 2018 bis zum 22. März 2028 beschlossen. Die VN-Wasserdekade verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele:

• Verbesserung der Wissensverbreitung unter den Menschen zu den Themen Wasser und Gewässerschutz;
• Stärkung der Kommunikationsmaßnahmen zur Umsetzung der wasserbezogenen Ziele.

Die Vereinten Nationen fordern Regierungen wie Zivilgesellschaft auf, sich durch Aktionen und Initiativen zur Information, Bildung sowie Aus- und Fortbildung für die Realisierung eines nachhaltigen Wasserressourcen- und Gewässermanagements einzusetzen. Das Bundesumweltministerium hat unter anderem den Nationalen Wasserdialog in den Kontext der VN-Wasserdekade gestellt und beabsichtigt in den kommenden Jahren die Durchführung von weiteren Aktionen unter dem Dach der VN-Wasserdekade.

Die Weltwassertage und die VN-Wasserdekade sind vor dem Hintergrund der Umsetzung der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung und der darin enthaltenen wasserbezogenen Ziele, insbesondere des Nachhaltigkeitsziels 6 „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten“ zu sehen, die im Jahr 2015 von den VN-Mitgliedstaaten beschlossen wurden.

Weltwassertag geht alle Menschen an

Die Weltwassertage sollen dazu genutzt werden, insbesondere die breite Öffentlichkeit auf diese globalen Zielsetzungen und ihre lokale Bedeutung sowie auf die Herausforderungen der Umsetzung dieser Ziele aufmerksam zu machen. Menschen sollen dazu motiviert werden, sich für diese Umsetzung einzusetzen. Alle Staaten sind aufgefordert, den Weltwassertag der Umsetzung der VN-Empfehlung zu widmen und geeignete, konkrete Aktionen auf nationaler Ebene durchzuführen. Informationen zum Weltwassertag stehen Interessierten auf der Internetseite der Vereinten Nationen zur Verfügung.

Die Menschen werden aufgerufen, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinen Wert zu machen. Dies geht weit über den finanziellen Gesichtspunkt hinaus, sondern umfasst auch den ökologischen, sozialen und kulturellen Wert von Wasser. Die UN ruft dazu auf, dass sich alle Menschen mehr Klarheit über die Rolle und Bedeutung des Wassers in ihrem Leben und für die Umwelt verschaffen.

Die Weltwassertage sollen dazu beitragen, die Öffentlichkeit auf die Zielsetzungen der UN sowie auf deren Bedeutung und Herausforderung bei der Umsetzung hinzuweisen. Dies soll das Bewusstsein der Menschen für die wasserbezogenen Nachhaltigkeitsziele der 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung stärken. Als die Werte der Belastung im Grundwasser anstiegen, wurde im Jahr 1998 eine Aktivkohle-Filteranlage gebaut, die seitdem eine einwandfreie Beschaffenheit des Trinkwassers gewährleistet.

Wasser ist das kostbarste Gut auf der Erde. Es ist durch nichts zu ersetzen – und es ist knapp. In vielen Regionen der Erde sind die Menschen von akutem Wassermangel bedroht. Ein sehr großer Teil aller Krankheiten in armen Ländern gehen auf verschmutztes Trinkwasser zurück. Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, wird jedes Jahr der internationale Weltwassertag begangen.

Das Bundesentwicklungsministerium trägt dazu bei, die Situation für die Betroffenen in Entwicklungsländern zu verbessern. Deutschland ist weltweit eines der wichtigsten Geberländer im Wassersektor.

Die Wasserstrategie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie des Klimaabkommens. Sie dient als verbindliche Grundlage für Maßnahmen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit und definiert Lösungsbeiträge für all diese Ziele. Sie enthält klare Anforderungen für Vorhaben im Wasserbereich, für die Umsetzung der Menschenrechte auf Zugang zu sicherem Wasser und nachhaltiger Sanitärversorgung. Auch die Bezüge im Bereich Wasser zur Minderung und Anpassung an den Klimawandel sowie die Themenbereiche Frieden und Flucht sind Teil der Strategie. kuk

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