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Akademien & Hochschulen

Fächerübergreifende Studiengänge im Trend

Gesellschaftlicher Wandel führt zu steigender Vielfalt und neuen Kombinationen unterschiedlicher Wissensgebiete

Wer sich für ein Studium entscheidet, das seinen Fähigkeiten und Neigungen entspricht, dem wird es an Spaß nicht mangeln. Foto: Hamburger Akademie für Kommunikationsdesign und Art Direction  
Wer sich für ein Studium entscheidet, das seinen Fähigkeiten und Neigungen entspricht, dem wird es an Spaß nicht mangeln. Foto: Hamburger Akademie für Kommunikationsdesign und Art Direction  
Mittlerweile entschließt sich über die Hälfte der jungen Menschen eines Jahrgangs, nach der Schule zu studieren. Dem voraus geht allerdings meistens eine Phase der Orientierungslosigkeit. Denn die Entscheidung für ein Studienfach bzw. einen daran anknüpfenden Beruf fällt den Wenigsten leicht. Dazu trägt auch die breite Auswahl an Studienfächern bei. Noch nie zuvor konnten Studienwillige in Deutschland aus einer so großen Zahl an Studienangeboten wählen. Im Mai 2019 verzeichnete der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz erstmals mehr als 20.000 Angebote. Eine Analyse des CHE zeigt ein starkes Wachstum besonders bei den weiterführenden Studiengängen sowie im Bereich der Medizin-, Pflege- und Gesundheits-Studiengänge. „Um der größeren Zahl und Vielfalt der Studierenden gerecht zu werden, braucht es eine Vielfalt der Studienangebote“, so CHE-Geschäftsführer Jörg Dräger. Rund 13 Prozent der neuen Studiengänge – zum Beispiel Medieninformatik oder Medizintechnik – kombinieren unterschiedliche Wissensgebiete. Im Trend liegen auch fächerübergreifende Studiengänge mit thematischen Schwerpunkten wie „Umwelt“ oder „Gesundheit“. „Aktuelle Herausforderungen wie etwa der Klimawandel machen auch nicht an den Fächergrenzen halt. Insofern sind interdisziplinär ausgebildete Akademikerinnen und Akademiker stärker gefragt als zuvor“, erklärt Dräger.

Studienluft schnuppern

„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten“, wusste schon der alte Konfuzius. Grundsätzlich ist es ratsam, bei der Wahl eines Studiengangs darauf zu achten, dass dieser den eigenen Talenten, Fähigkeiten und Interessen entspricht. Hobbys wie etwa Musik oder Kunst sollten daher nicht einfach links liegengelassen werden. Wobei aber auch die Situation auf dem Stellenmarkt in die Entscheidung einzubeziehen ist. Klarheit bringen können ein Termin bei der Studienberatung, der Besuch von Vorlesungen der zur Wahl stehenden Hochschulen, Ausbildungs-Messen und Info-Veranstaltungen. Die Hamburger Akademie für Kommunikationsdesign und Art Direction beispielsweise öffnet jeweils donnerstags ab 10 Uhr für zwei bis drei Stunden ihre Türen für alle, die an einem Studium interessiert sind. Dabei besteht die Möglichkeit, sich umzuschauen und mit Studierenden in Kontakt zu kommen. Auch Bewerbungsgespräche können geführt werden. Terminvereinbarung unter Telefon 23 23 88.
  
An einigen Hochschulen können Interessierte auch ein Test-Studium absolvieren – beste Gelegenheit, um zu prüfen, ob der ins Auge gefasste Studiengang der richtige ist. Teilweise werden auch sogenannte „Short Courses“ angeboten. Wer sich danach für ein Vollzeitstudium entscheidet, bekommt in der Regel die Kursgebühr mit der Studiengebühr verrechnet. csl
  

Fernhochschulen: Studieren ohne Zulassungsbeschränkungen

In diesem Herbst haben wieder Zigtausende junge Menschen ein Studium begonnen. Doch viele haben auch eine Absage kassiert, weil ihre Abi-Note nicht gereicht hat. Eine Zulassungsbeschränkung, den sogenannten Numerus Clausus (NC), gibt es an Präsenzhochschulen für fast alle Bachelor-Studiengänge. Für die, die ein Masterstudium aufnehmen möchten, gilt in der Regel die Bachelor-Note. Zusätzlich wird teilweise ein Motivationsschreiben oder sogar ein persönliches Interview gefordert. Entscheidend kann auch sein, welche Studienschwerpunkte man wählt. Allgemein zeigt die Erfahrung, dass häufig nur die Bewerber mit den besten Noten einen Studienplatz erhalten. Besonders hoch ist der NC in Großstädten. Laut einer Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) waren im Wintersemester 2019/20 deutschlandweit etwa 40 Prozent aller Studiengänge zulassungsbeschränkt. Die höchste Quote weist Berlin mit einem Anteil von 67 Prozent auf, gefolgt von Hamburg mit 64,8 Prozent.

Wer eine Absage von einer Präsenzhochschule erhalten hat, kann alternativ ein Fernstudium aufnehmen. Denn hier gelten andere Regeln: An vielen Hochschulen sind die Studiengänge zulassungsfrei. Selbst zu Fächern, die üblicherweise mit einem sehr hohen NC belegt sind – zum Beispiel Psychologie –, besteht unbeschränkter Zugang. Und oft ist das Studium an einer Fernhochschule sogar ohne Abitur möglich. In diesem Fall können Bewerber ihre Eignung durch Berufserfahrung, Weiterbildungen und/ oder eine Eingangsprüfung nachweisen.

Viele Fernhochschulen haben auch berufsbegleitende Studiengänge und Weiterbildungen im Angebot. Wie sich das Studium an einer Fernhochschule letzten Endes gestaltet, liegt weitestgehend in der Entscheidung der Studierenden selbst. Es bleibt ihnen überlassen, wie weit sie zu Hause in Eigenregie lernen oder an den freiwilligen Präsenzveranstaltungen teilnehmen. Eines ist bei der Auswahl des passenden Anbieters jedoch wichtig: Der eigene Abschluss sollte staatlich anerkannt sein.

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