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Ein Gap Year bietet Optionen von Work and Travel über Freiwilligendienste bis zu Praktika

Besondere Erfahrungen sammeln

Eine Möglichkeit, ein Gap Year zu gestalten, ist ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur. FOTO: WINFRIED LABUS/FUNKE FOTO SERVICES

Wohnungsverein Hamburg von 1902 eG

Fertig mit der Schule und keine Lust, sofort weiter zu lernen? Viele Jugendliche entscheiden sich nach dem Schulabschluss für eine kreative Lücke zwischen zwei Lebensabschnitten und legen ein Gap Year ein. Diese zwölf Monaten nutzen sie, um sich zu engagieren, praktische Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu bekommen oder Sprachkenntnisse zu vertiefen und Erfahrungen in anderen Ländern zu sammeln. In vielen Personalabteilungen werden die Erfahrungen, die junge Menschen im Gap Year sammeln, sehr geschätzt. Mit vertieften Sprachkenntnissen, interkultureller Kompetenz, Flexibilität und Durchhaltevermögen können Berufseinsteiger im Bewerbungsverfahren punkten.

Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß – vom klassischen Au-pair- oder Work-and-Travel-Aufenthalt im Ausland über ein Engagement im Bundesfreiwilligendienst in den Bereichen Soziales, Sport, Ökologie oder Kultur bis hin zu Berufspraktika und internationalen Freiwilligendiensten.

Wer über ein Gap Year nachdenkt, sollte sich klar werden, welche Ziele in diesem Jahr erreicht werden sollen. Darauf sollten Schulabgänger ihr Orientierungsjahr ausrichten. Wer noch nicht sicher ist, ob die geplante Berufswahl wirklich passt, kann das im Bundesfreiwilligendienst herausfinden. Ein Freiwilliges Jahr kann zum Beispiel im Sportverein, im Theater, im Naturschutzgebiet, im Seniorenheim oder im Kindergarten absolviert werden. Teilnehmer des Programms erhalten eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von etwa 400 Euro. Einige Jugendliche verbringen ihren Freiwilligendienst in einer anderen Stadt, um schon einmal zu testen, wie es sich anfühlt, ohne seine Familie im Alltag zu bestehen.

Wichtig ist, sein Gap Year langfristig zu planen. Die aktuelle Pandemie hat noch einmal verdeutlicht, dass es sich auch lohnt, einen Plan B zu haben. Wer Erfahrungen im Ausland sammeln möchte, sollte sich vorab besonders gründlich informieren. Es gilt, auch die Finanzierung im Blick zu behalten, denn nicht in allen Fällen werden die Kosten vollständig von den Entsendeorganisationen übernommen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bietet in dem Programm „weltwärts“ (www.weltwaerts.de) mehrmonatige Auslandspraktika für junge Menschen in vielen verschiedenen Einsatzbereichen und -orten weltweit an. Auch das Europäische Solidaritätskorps der EU bietet verschiedene Möglichkeiten. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) unterstützt Studierende bei der Suche nach einem Platz in einem Studienaustauschprogramm im Ausland. Wer nicht sicher ist, ob ein Studium die richtige Wahl ist, kann das Gap Year auch für ein Probe-Studium nutzen. An vielen Hochschulen in Deutschland werden inzwischen verschiedene Formate angeboten. CHRISTINE WEISER
 


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