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Natur statt Plastik: Immer mehr Menschen achten heute darauf, dass ihr Weihnachtsbaum aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Vier Tipps: Darauf sollte man beim Kauf eines Weihnachtsbaumes achten

Aus der Region – und aus nachhaltiger Erzeugung

Um das Klima zu schonen, sollte man seinen Weihnachtsbaum so regional wie möglich kaufen, etwa direkt beim Förster. Bäume aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern erkennt man an einem entsprechenden Siegel Fotos: djd/PEFC/Sahra Larissa Heuser

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Das Weihnachtsfest und die damit verbundenen Traditionen gewinnen in herausfordernden Zeiten eine ganz besondere Bedeutung. Für viele Familien zählen beispielsweise das gemeinsame Aussuchen und spätere Schmücken des Weihnachtsbaumes zu einem beliebten Ritual. Die einen gehen zu einem Weihnachtsbaumproduzenten in der Nähe, die anderen fahren zum Baumarkt oder lassen sich einen Baum liefern. Dabei soll es nicht nur „irgendein“ Weihnachtsbaum sein, sondern er muss ganz bestimmten Vorstellungen entsprechen: Gerade gewachsen und füllig geformt soll er sein, und auch die Größe muss stimmen. Hier sind die vier wichtigsten Tipps von PEFC Deutschland, der Organisation, die sich für eine nachhaltige Waldwirtschaft einsetzt:

1. Natur anstatt Plastik

Seit einigen Jahren werden zwar auch Bäume aus Kunststoff angeboten, allerdings gehen diese zulasten der Umwelt. Studien zeigen, dass künstliche Tannen je nach Herstellung und Produktionsland 17 bis 20 Jahre verwendet werden müssten, bis sie die gleiche Ökobilanz aufweisen wie echte Bäume. In der Praxis aber setzen sie über die Jahre Staub an und verblassen farblich, sodass sie meist viel schneller auf dem Müll landen. Ein natürlich gewachsener Weihnachtsbaum speichert in den acht bis zwölf Jahren, in denen er wächst, große Mengen an klimaschädlichem CO2 , bei der Produktion eines künstlichen Baumes dagegen entsteht CO2.

2. Das Klima jetzt schonen

Um das Klima zusätzlich zu schonen, sollte man seinen Weihnachtsbaum so regional wie möglich kaufen, etwa direkt beim Forstbetrieb oder auf den Höfen der Erzeuger. Dies vermeidet lange Transportwege und Treibstoffemissionen. Außerdem hilft der Einkauf vor Ort Waldbesitzenden in der Region. Durch die Erlöse können sie Neupflanzungen vornehmen und damit den Dürreschäden der jüngsten Sommer begegnen. Trotz Trockenheit stehen auch in diesem Jahr genügend Weihnachtsbäume aus heimischer Erzeugung zur Verfügung.

Weihnachtliche Stimmung in der City: Die großen Bäume, die in den Städten für den Lichterglanz sorgen, kommen in der Regel aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern
Weihnachtliche Stimmung in der City: Die großen Bäume, die in den Städten für den Lichterglanz sorgen, kommen in der Regel aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern

3. Nachhaltige Erzeugung

Egal, ob man seinen Baum beim Forstbetrieb, am Weihnachtsbaumstand oder im Gartencenter kauft: Er sollte aus nachhaltiger Erzeugung stammen. Zu erkennen ist dies beispielsweise am PEFC-Siegel, das seit 2014 mit zusätzlichen Kriterien Weihnachtsbaumkulturen auf Waldflächen auszeichnet. Anders als auf herkömmlichen Weihnachtsbaumplantagen wird in zertifizierten Kulturen der Einsatz von Düngemitteln und Herbiziden weitgehend reduziert. Forstbetriebe mit zertifizierten Weihnachtsbaumkulturen findet man auf der Seite www.pefc.de/weihnachtsbaeume.

4. Der Baum im Topf?

Weihnachtsbäume im Topf sind beliebt und eine schöne Idee– in der Praxis jedoch kaum empfehlenswert. Die Erfahrung zeigt, dass viele Bäume den Wechsel vom Topf in den Boden nach Weihnachten nicht beziehungsweise nicht ohne größere Schäden überstehen. mra/djd

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