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Handwerk im Norden

„Grüner Daumen“ als Beruf

Für eine Ruhezone im eigenen Garten sorgt oftmals auch der ausgebildete Gärtner. Foto: Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.
Für eine Ruhezone im eigenen Garten sorgt oftmals auch der ausgebildete Gärtner. Foto: Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.
Die Hansestadt ist grün! Hamburg gilt deutschlandweit als die Stadt mit den meisten Grünflächen. Allein über 100 Parks sind auf den Internetseiten der Stadt aufgelistet – und die wollen gepflegt werden. Weder Planten un Blomen noch der Ohlsdorfer Parkfriedhof wären so beliebte Ausflugsziele, wären hier nicht ausgebildete Hand-Werker mit dem grünen Daumen im Dauereinsatz. Und nicht nur hier. Gärtner arbeiten zum Beispiel auch in Gartenbaubetrieben, Friedhofsgärtnereien, Baugenossenschaften und Baumärkten. Ähnlich breit gefächert wie die Aufgaben sind die fachlichen Schwerpunkte. Wer sich für eine Ausbildung zum Gärtner entscheidet, hat die Wahl zwischen den Fachrichtungen Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau. Im vergangenen Ausbildungsjahr haben sich in Hamburg rund 150 Jugendliche für eine Ausbildung zum Gärtner entschlossen. Voraussetzung ist mindestens der Hauptschulabschluss. Spitzenreiter unter den Fachrichtungen ist seit einigen Jahren der Garten- und Landschaftsbau, kurz GaLa. Ein Grund dafür ist der wachsende urbane Raum, der nach Fachleuten aus dem Dienstleistungsgartenbau verlangt. Die Anbauflächen im Produktionsgartenbau sind hingegen in Hamburg deutlich zurückgegangen.

Grundvoraussetzungen für zukünftige Gärtner sind nicht nur die Liebe zu Pflanzen und handwerkliches Geschick. Dazu kommen meist eine solide körperliche Konstitution, Wetterfestigkeit sowie Interesse am Umgang mit moderner Technik, denn auch Gärtnerrücken werden zunehmend von Maschinen und Computern entlastet. Dafür ist neben der Hand- auch immer mehr Kopfarbeit gefordert. Darüber hinaus sind Gärtner Dienstleister, die nicht nur mit Grünpflanzen, Bäumen und Gemüse „sprechen“, sondern auch mit Menschen – zum Beispiel im Verkauf, bei der Planung oder in der Beratung.

Gärtner gilt auch in der Großstadt als krisenfester Beruf. Nicht nur, dass auch oder gerade hier viele Menschen Sehnsucht nach grünen Erholungsorten auf öffentlichen Flächen, im eigenen Garten oder auf dem Balkon haben. Auch regional angebautes Gemüse liegt im Trend.

Alternativ oder nach der dreijährigen Ausbildung gibt es mit Gartenbau/Gartenbauwissenschaften oder Landschaftsarchitekt auch passende Studiengänge für Menschen, die mit ihrem grünen Daumen beruflich erfolgreich werden wollen. Für ein reines Gartenbau- oder Gartenarchitekturstudium müssen sie die Hansestadt allerdings zumindest zwischenzeitlich verlassen. IVo

Infos zu Bildungswegen und Ausbildungsinhalten: www.beruf-gaertner.de Zuständig für die Ausbildungsberufe zum Gärtner in Hamburg ist die Landwirtschaftskammer Hamburg: www.lwk-hamburg.de (Ausbildung)
www.beruf-gaertner.dewww.lwk-hamburg.de

Wirtschaftler in Gartenhandschuhen

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Wer sich nicht für Studium oder Ausbildung entscheiden kann, dem bietet die Berufsakademie Hamburg die Möglichkeit, beides zu verbinden. Im dualen Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft KMU erlernen Studierende in vier Jahren die Grundlagen für eine führende Position, beispielsweise als Betriebsleiter. Damit die fachlichen Kenntnisse nicht zu kurz kommen, erfolgt die handwerkliche Ausbildung parallel – zum Beispiel bei einem Ausbildungsbetrieb aus dem Garten- und Landschaftsbau.
www.ba-hamburg.de

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