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Schlafmedizin

Schnarchen muss nicht harmlos sein

DR. ARMIN MECHKAT - HANSE HNO. Foto: Cécile Ash

Gemeinhin oft als ‚Schnarchen‘ abgetan und akzeptiert, seien schlafbezogene Atemstörungen ein ebenso spannendes wie weitverbreitetes Thema, erklärt Dr. Armin Mechkat. „Auch wenn überwiegend Männer und Frauen über 50 betroffen sind, kommen diese Probleme immer häufiger auch bei Jüngeren vor.“ Und nicht selten verberge sich hinter der scheinbar harmlosen nächtlichen Ruhestörung ein gefährliches Schlafapnoe-Syndrom, warnt der Hals-Nasen-Ohren-Spezialist: „Das bedeutet, dass die Betroffenen nachts Atemaussetzer haben, die ein gesundheitliches Risiko bergen. Es drohen Leistungseinbußen, Tagesmüdigkeit bis hin zum lebensgefährlichen Sekundenschlaf am Steuer.“ Deshalb sei es sehr wichtig, die Ursache der Atemstörung zu klären.


„Schnarchen sollte immer abgeklärt werden.“


Ursachenforschung
„Wenn eine Patientin oder ein Patient wegen Schnarchens in die Sprechstunde kommt, versuche ich zunächst, mehr über den Leidensdruck und die Beschwerden der Betroffenen sowie mögliche Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder mentale Probleme wie eine Depression zu erfahren.“ Im Nase, die Nasennebenhöhlen, den Mund-Rachen-Raum, den Rachen und den Kehlkopf, erklärt der HNO-Arzt. „Dann folgt meist die Polygrafie. Dafür nutzen wir Geräte, die wir der Patientin oder dem Patienten mit nach Hause geben. Sie registrieren über Nacht Puls, Sauerstoffsättigung, Körperlage, den Atemfluss in der Nase, die Bewegung von Bauch- und Brustraum und die Schnarchgeräusche.“ Die Auswertung der aufgezeichneten Werte in der Praxis liefert wertvolle Hinweise auf die Fragen, wie es zum Schnarchen kommt und ob eine Krankheit wie das Schlafapnoe- Syndrom vorliegt.

Verschiedene Therapieoptionen
Liege tatsächlich ein Schlafapnoe- Syndrom vor, müsse es behandelt werden – auch aus beruflichen Gründen, betont Mechkat. „Wer zum Beispiel mit Maschinen arbeitet, Pilot oder Berufskraftfahrer ist, gilt bis zur erfolgreichen Behandlung als berufsunfähig.“ Aber auch dann, wenn es sich um reines Schnarchen handelt, sei eine Behandlung zur Verbesserung der Lebensqualität ratsam. „Je nach Befund können wir durch einen kleinen Eingriff an den Nasenmuscheln das Schnarchen behandeln.“ Eine weitere Option sei die Straffung des Gaumensegels. Eine OP, die gegebenenfalls mit einer Verkleinerung der Mandeln und des Zungengrundes kombiniert wird.

Es gebe aber auch nicht-operative Alternativen, so Mechkat. Dazu gehöre zum Beispiel das cPAP-Verfahren, bei dem ein Gerät über eine beim Schlafen zu tragende Maske einen Überdruck in den Atemwegen erzeugt und diese so durchgängig hält. „Manche Betroffenen schicken wir nach gründlicher Diagnostik auch zum Zahnarzt, um eine Anti-Schnarch- Schiene anpassen zu lassen, die den Unterkiefer nachts vorzieht.“ Welche Behandlungsstrategie im Einzelfall die richtige sei, hänge von der Gesamtkonstellation und den Wünschen der Betroffenen ab. Mitunter sei es auch sinnvoll, Therapieverfahren zu kombinieren. „Wichtig ist, dass Betroffene den Mut haben, dem Schnarchen, das immer noch ein schambehaftetes Thema ist, auf den Grund zu gehen. Die eigene Gesundheit und in vielen Fällen auch das Wohlergehen der Partnerschaft sollten es einem wert sein.“

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Dr. Armin Mechkat
HANSE HNO
Hohe Weide 17c
20259 Hamburg
Tel.: (040) 69 656-100
Fax: (040) 69 656-109
praxis@hanse-hno.de
www.hanse-hno.de

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