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GBO: Steigende Energiekosten, lange Lieferzeiten und Materialengpässe

Unternehmer erneut vor Herausforderungen

Der neue Vorstand des Gewerbebundes Oststeinbek: Bernd Staercker (1. Beisitzer), Yalcin Eskikaya (2. Vositzender), Katrin Vieregge (Schatzmeisterin), Marco Berndt (3. Beisitzer), Sigrid Maier-Busse (2. Beisitzerin) und der Vorsitzende Björn Keller (v.l.) Foto: Rutke

OSTSTEINBEK Nach zwei Jahren mit pandemiebedingten Herausforderungen sehen sich die Unternehmer in der Region jetzt vor neuen Problemen: Seit der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist, steigen die Energiekosten, Lieferzeiten verlängern sich und es kommt zu Materialengpässen. In Oststeinbek sorgt der Gewerbebund Oststeinbek (GBO) für den guten Zusammenhalt seiner Mitgliedsbetriebe.

Seit mittlerweile 13 Jahren ist Björn Keller Vorsitzender des GBO. Er sorgt zusammen mit dem Vorstandsteam dafür, dass alle Mitglieder stets informiert sind, sich vernetzen und einander kennen lernen. Keller hat einen Spendenaufruf von Monika Schmidt, Leiterin des Kursana Domizil in Oststeinbek, an die Mitglieder weiter geleitet. „Der Aufruf ist auf gute Resonanz gestoßen“, freut sich der Vorsitzende. Unter den GBO-Mitgliedsbetrieben ist die Bereitschaft, den aus der Ukraine Geflüchteten zu helfen, groß. Ob die beliebten Aktivitäten, an denen der Gewerbebund sonst beteiligt ist, in diesem Jahr stattfinden werden, ist noch nicht sicher. Den Maibaumumzug hat die Gemeinde abgesagt. Noch steht ein Termin für das Marktfest auf der Homepage des GBO. „Wir planen außerdem etwas, um den Kindern eine Freude zu bereiten“, verrät Björn Keller. Ebenfalls geplant in diesem Jahr ist das Unternehmergolfturnier für einen wohltätigen Zweck in der Region.

Mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben zurzeit vor allem die Handwerksbetriebe im GBO, die sich mit Lieferengpässen bei bestimmten Materialien und sehr langen Lieferzeiten konfrontiert sehen. „Für die Unternehmen sind die Maßnahmen für den Arbeitsschutz von Mitarbeitern, Betriebsausfällen, Kurzarbeit in diversen Branchen schon enorm gestiegen“, erklärt Keller. „Seit der Ukrainekrise steigen die Preise in Energieversorgung und Beschaffungsmarkt für Materialien und Rohstoffe derart, dass auch das unternehmerische Risiko enorm angestiegen ist. Für die unterschiedlichen Betriebe des GBO gelten je nach Branche ganz unterschiedliche Herausforderungen.“ Das spürt er auch im eigenen Unternehmen Keller’s Kaminhof in Havighorst. Lieferengpässe gibt es bei Stahl. „Produkte, die sonst zwei bis drei Wichen Lieferzeit hatten, sind jetzt oft erst nach vier bis fünf Monaten lieferbar“, erklärt Keller. Als Kaminbauer erlebt er gerade eine enorm gestiegene Nachfrage, da viele Kunden jetzt darüber nachdenken, mit einem Kamin eine Möglichkeit zu schaffen, Haus oder Wohnung zu heizen und Energie zu sparen. STEPHANIE RUTKE

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