Anzeige
Themenwelten Bergedorf
Tennis in Hamburg

Tennis in Hamburg: Davis Cup

Deutschland – Weißrussland 4:1

Der Garant für zwei Punkte. Jan-Lennard Struff bringt das deutsche Team nach Madrid. Foto: Jürgen Hasenkopf
Der Garant für zwei Punkte. Jan-Lennard Struff bringt das deutsche Team nach Madrid. Foto: Jürgen Hasenkopf
Die Qualifikation für das zweite Finalturnier in Madrid im November hat auch ohne Alexander Zverev geklappt. Im Düsseldorfer Castello verlor zwar Oldie Philipp Kohlschreiber sein Einzel gegen Egor Gerassimov im Tie Break des dritten Satzes und baute dadurch noch ein wenig Spannung auf, aber auf Jan-Lennard Struff war Verlass, er machte in seinen beiden Einzeln jeweils kurzen Prozess. Das Doppel Krawietz/Mies hatte die vorentscheidende 2:1 Führung geholt.

In Zeiten des Corona Virus war verwunderlich, dass, obwohl die Info am Vortage durch die Tenniswelt ging, ab sofort jeder Spieler für sein Handtuch selbständig verantwortlich sein soll, und die Balljungen sich von den schweißgetränkten Handtüchern fernhalten müssen. Dies ist in Düsseldorf scheinbar nicht angekommen. Oder ist der DTB nicht in der Lage oder sensibel genug auf diese eigentliche Kleinigkeit zu reagieren? Jedenfalls bekamen die Balljungen weiterhin die benutzten Handtücher der Spieler an den Kopf geworfen.

In diesen Zeiten sollte es allen, auch Funktionären, mehr als klar sein, dass man allzu heftigen Körperkontakt bzw. Austausch von Körperflüssigkeiten vermeiden sollte. Die, die sich dagegen in all den letzten Jahren nicht wehren konnten, sind eben die Ballkinder weltweit. Dass die Damen und Herren der ITF/WTA/ATP-Schöpfung beinahe nach jedem Ballwechsel ihre Handtücher verlangen, auch nach einem Ass, sehen wir in jedem Match. Dann wischen sich die Profis den Schweiß ab, schnauben in die Handtücher hinein, wischen sich Blut von kleineren und größeren Verletzungen ab – und dann wird das Handtuch acht- und gedankenlos den Ballkindern an den Kopf geworfen. Die müssen dann sehen, wie sie mit dem ekligen Stück umgehen. Warum, meldete sich eine besorgte Mutter, sollen diese Ballkinder für die Handtücher der Profis verantwortlich sein, warum kümmern sie sich nicht einfach bloß um die Bälle?
 
Fründt Immobilien GmbH
Gute Frage, jedenfalls ist klar, wer würde es heutzutage im ganz normalen Leben wagen, von fremden Menschen dessen schweißgebadetes, manchmal sogar mit Blutspritzern beflecktes Handtuch in die Hände zu nehmen? Und dann noch so zu tun, als wenn es sich dabei um das Normalste auf der Welt handelt? DTB, nachdenken bitte!

Insgesamt: Deutschland hat gewonnen, und es gab soweit keine Meldung, dass sich jemand angesteckt hat.
 
Davis Cup Image 1
Ad №3
Weitere Artikel