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Naturschutz-Appell an Gartenbesitzer

Gartenabfälle nicht in die Alster entsorgen, so Andreas Lampe von „Lebendige Alster“

Bequeme Entsorgung: Am Ufer deponierte Gartenabfälle werden von der Alster mitgeschwemmt Foto: Lebendige Alster

Die Alster ist kein Komposthaufen: Darauf weist jetzt das Naturschutzprojekt „Lebendige Alster“ hin. „In vielen privaten Anliegergrundstücken sieht man dieser Tage viel Laub und Grünschnitt sehr nah am Alsterufer aufgehäuft. Teile dieser Haufen rutschen ins Gewässer oder werden bei Hochwasser mitgeschwemmt. Verrotten diese Massen an organischem Material, so reichern sich zu viele Nährstoffe oder sogar Giftstoffe in diesem wichtigen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen an“, berichtet Andreas Lampe von „Lebendige Alster“.
 

Überschüssiges Laub – oft bis zum Fünffachen des natürlichen Eintrags – lagert sich in Bereichen mit geringer Strömung an. Das sind oft Teiche vor den Schleusen und Wehren. Bei übermäßigem Eintrag besteht die Gefahr, dass sich auf dem Grund der Teiche giftiger Faulschlamm bildet. Bereits im vergangenen Jahr haben die Naturschützer entsprechende Info-Flyer in die Briefkästen von Alsteranliegern gesteckt.

Umweltpädagoge Andreas Lampe hofft auf Einsicht der Gartenbesitzer Foto: tel
Umweltpädagoge Andreas Lampe hofft auf Einsicht der Gartenbesitzer Foto: tel

Lampe: „Jetzt schauen wir, ob unsere Information zu einer Verhaltensänderung geführt hat.“ Bei Begehungen wurden Anzahl und Lage der Komposthaufen aufgenommen und dann versucht, Kontakt zu den Anwohnern aufzunehmen. Nicht immer war dies bislang erfolgreich, berichtet der Umweltpädagoge: „Viele Anlieger zeigten Verständnis, andere kamen mit Ausflüchten.“ Lampe bittet um einen „selbstkritischen Umgang mit Gartenabfällen“ und appelliert, Kompost- und Laubhaufen mit einem Mindestabstand von fünf Metern zur Uferböschung anzulegen. Den Info-Flyer findet man auch auf der Webseite von „Lebendige Alster“. Und noch ein Tipp zum Thema Gartenabfälle: Diese werden gern von Recyclinghöfen der Stadtreinigung Hamburg angenommen.


Erste Bäume gefällt

Zur Vorbereitung der Neugestaltung des Saseler Marktplatzes wurden in den vergangenen Tagen östlich des Restaurants „Sasel Forum“ und an der Stichstraße Saseler Markt die ersten Bäume gefällt. Insgesamt müssen nach den Plänen des Bezirksamts Wandsbek 35 Bäume weichen, 39 Exemplare sollen zum Abschluss der Bauarbeiten neu gesetzt werden. Als Nächstes finden Leitungsarbeiten entlang der Stichstraße Saseler Markt statt. Die eigentliche Umbaumaßnahme des knapp drei Millionen Euro teuren Projekts soll im kommenden Mai starten. Der Wochenmarkt kann weiterhin stattfinden. Allerdings ist mit Einschränkungen beim Parken im Bereich des Platzes zu rechnen.


Veloroute in Bau

Noch mindestens bis Ende Januar müssen sich Autofahrer in der Straße Beim Farenland (Verlängerung des Rings 3 in Richtung Berne) auf nervige Staus einstellen. Zwischen den Einmündungen Saselheider Straße und De Beern sollen künftig Zweiradfahrer auf der Veloroute 6 (Rathaus–Volksdorf) mit Unterstützung einer Fahrrad- und Fußgängerampel die Hauptverkehrsstraße queren können. Deshalb wurden zunächst Leitungen verlegt. Es folgt die Neugestaltung der Nebenflächen inklusive Leitsystemen und Asphaltierungsarbeiten. Der Autoverkehr wird einspurig per Bauampel im Baustellenbereich geführt. Ebenfalls bis Ende Januar soll der Knoten Eulenkrugstraße/Uppenhof in Volksdorf für die Veloroute 6 fertiggestellt sein.
 

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