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Berufswahl 2019

Sie sind Vertrauensperson und eine große Hilfe

Sie unterstützen die Arbeit der Ärzte im OP-Saal und auf den Stationen: Tim Otto Riederer und Alyssa Wendt sind Azubis im 2. Lehrjahr im Reinbeker St. Adolf-Stift. Foto: Keber

Sie unterstützen die Arbeit der Ärzte im OP-Saal und auf den Stationen: Tim Otto Riederer und Alyssa Wendt sind Azubis im 2. Lehrjahr im Reinbeker St. Adolf-Stift. Foto: Keber

Operationstechnischer Assistent (OTA) & Gesundheits- und Krankenpflegerin

Wer als Gesundheits- und Krankenpflegerin direkt mit Patienten auf den Stationen arbeiten oder lieber als OTA (Operationstechnischer Assistent) die Arbeit im OP unterstützen möchte, bekommt z.B. im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift eine fundierte Ausbildung.

„Wenn man beim Anblick von Blut nicht gleich in Ohnmacht fällt, ist das schon mal eine gute Voraussetzung, um OTA zu werden“, sagt Tim Otto Riederer lächelnd. „Als Operationstechnischer Assistent ist man die rechte Hand von Chirurgen – und zwar vor, während und nach Operationen“, erklärt der Azubi im 2. Lehrjahr das Berufsbild. Man bereitet Patienten auf verschiedene Eingriffe vor, legt alle nötigen Instrumente und Geräte bereit. Während der Operationen reicht der OTA den Ärzten die benötigten Instrumente wie Skalpelle, Klemmen oder Scheren und achtet auf den Zustand des Patienten. Nach den operativen Eingriffen müssen die Instrumente sterilisiert und die OP-Dokumentation am Computer überprüft werden.

„In der Unfallchirurgie arbeitet man quasi wie ein Handwerker“

Tim Otto Riederer

„Im 1. Lehrjahr habe ich nur bei kleineren Sachen wie Wundenreinigung assistiert“, erzählt der 21-Jährige. Inzwischen ist er auch bei aufwändigeren OP-Techniken dabei. „In der Unfallchirurgie arbeitet man quasi wie ein Handwerker mit Säge und Bohrmaschine und mischt Zement an“, sagt Riederer. Während seiner dreijährigen Ausbildung wechseln sich Praxisphasen im Krankenhaus mit Schulblöcken in Düsseldorf ab, wo er das theoretische Hintergrundwissen in Fächern wie Anatomie, Physiologie, aber auch Psychologie und Recht erhält. „Nach der Abschlussprüfung werden die OTAs ausschließlich im OP-Saal eingesetzt, nicht auf den Stationen“, betont Riederer. Die Arbeit auf den Stationen ist den Gesundheits- und Krankenpflegern vorbehalten. Eine von ihnen ist Alyssa Wendt. Die 25-Jährige im 2. Lehrjahr hatte bereits mit 16 ein Langzeitpraktikum im St. Adolf-Stift absolviert.

Geduld, Einfühlungsvermögen und innerliche Ruhe sind wichtige Voraussetzungen für den Job als Gesundheits- und Krankenpfleger – und Schnelligkeit. „Im Krankenhaus ist man für viele Zimmer zuständig und überall möchtest du dich gut um die Patienten kümmern“, sagt Alyssa. „Diese unmittelbare Arbeit mit Menschen ist auch das, was mir an diesem Job so gefällt.“

Auch bei ihr wechseln sich Blockunterricht und Praxiswochen im Krankenhaus ab. „Wir pauken lateinische Begriffe für Anatomie und durchlaufen verschiedene Stationen des Krankenhauses (Chirurgie, Gynäkologie usw.). Aber auch das Erstellen von Pflegeplänen und Pflegedokumentationen gehört zum Berufsbild. Die Übernahmechancen sind sehr gut: Von den 13 frisch Examinierten im Adolf-Stift haben elf am 1. September als Pflegekraft angefangen.

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